FASANENSTRASSE 26
10719 BERLIN
68 Projects
FASANENSTRASSE 26, 10719 BERLIN
CHRISTOPHER LEHMPFUHL - Berlin in Mind
Berlin In Mind
Opening: Sat, Sept 9, 6-9pm
Duration: Sep 9, 2017 – Nov 4, 2017
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PRESSEMITTEILUNG  please scroll down for English

„Mein Lehrer hat einmal gesagt, dass ich Ruhe nicht malen könne. Bei mir ist alles in Bewegung … Das hat damit zu tun, dass die Bilder unter freiem Himmel direkt vor Ort entstehen, ich den Naturelementen wie Hitze, Kälte, Wind oder Regen ausgesetzt bin und ich einen Widerstand spüre, gegen den ich ankämpfe.“ (Christopher Lehmpfuhl)

Sehr geehrte Damen und Herren,

zur Berlin Art Week präsentiert die Galerie Kornfeld erstmals den Berliner Künstler Christopher Lehmpfuhl mit neuen, eigens mit Blick auf unsere Ausstellung entstandenen Gemälden. Allen Werken gemeinsam ist, dass sie die Stadt Berlin in ihren unterschiedlichen Facetten in den Blick nehmen.

Die expressiven Gemälde Christopher Lehmpfuhls berichten von der Ekstase eines unmittelbaren Erlebens von Wirklichkeit, vom Akt des Sehens und vom Umformen des Gesehenen in Malerei. Der Künstler malt ausnahmslos vor dem Motiv – die eine oder der andere wird vielleicht schon einmal beobachtet haben, wie er sich, mit farbverschmierter Kleidung, hochkonzentriert zwischen Leinwand, Farbeimern und Palette bewegt, immer wieder sein Motiv in den Blick nimmt und zurücktritt, um dann mit gezielten Bewegungen die Farbe mit den bloßen Händen auf die Leinwand aufzutragen. Dabei entstehen dreidimensionale Farbreliefs von hoher haptischer Qualität.

Der performative Malakt von Christopher Lehmpfuhl wurzelt in der Freilichtmalerei des 19. Jahrhunderts und im Impressionismus. Er ist Ausdruck individueller Empfindungen sowie der Gestaltungskräfte eines Künstlers, der die Atmosphäre mit allen Sinnen aufnimmt und sich Wind und Wetter aussetzt, um einen Gesamteindruck aus Farben, Lichtmomenten, Lichtstimmungen, Geräuschen, Gerüchen und Gefühlen in Malerei zu verwandeln. Der Malprozess selbst ist die kontrollierte Umsetzung dieser Sinneseindrücke: „Wie der Golem aus feuchtem Lehm geschaffen und lebendig wurde, so erwecken Sie Ihre die Landschaften und Stadtansichten zum Leben, bis sie eine Intensität bekommen, die ihre realen Vorbilder fast übersteigt.“, schreibt Roland Strehlke, „Sie fangen den atmosphärischen Wesenskern der Sie umgebenden Wirklichkeit so plastisch ein, dass der Betrachter meint, den Wind zu spüren, die Erde zu riechen, das Wasser zu schmecken und den Klang der Großstadt zu hören. Sie zeigen uns die Dimensionen hinter der Oberfläche der Dinge.“

Christopher Lehmpfuhl beginnt seine Bilder ohne vorbereitende Skizzen direkt auf der Leinwand, die Motive formen sich aus der Farbe selbst. Was aus der Ferne Haus, Stadtszene oder Baum darstellt, ist von Nahem abstraktes Farbrelief. Vor allem die kleinformatigen Werke nähern sich der Abstraktion. Noch stärker als in den großformatigen Gemälden sucht der Künstler hier nach einem Farbklang und löst das Motiv auf in Farbe und Bewegung.

Christopher Lehmpfuhls Werke zeigen ihre Motive zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten, im gleißenden Sonnenlicht, bei unablässig fallendem Regen, stürmischem Wind oder im Schnee. Gleichzeitig dokumentieren seine Gemälde aber auch die Entwicklung und die Veränderung von Architekturen und Stadtlandschaften, am deutlichsten vielleicht in den Gemäldezyklen, die sich dem Wiederaufbau des Berliner Schlosses oder der Hamburger Elbphilharmonie widmen und beide erst kürzlich mit großen Erfolg in Berlin und Hamburg präsentiert wurden.

Das Schaffen von Christopher Lehmpfuhl zielt unmittelbar auf die Wahrnehmung der Betrachter, die nicht nur das Motiv eines bestimmten Gemäldes mit den Augen des Künstlers sehen, sondern ihre Umgebung nach dem Betrachten der Bilder Christopher Lehmpfuhls mit einem geschärften Bewusstsein wahrnehmen. Das gilt in besonderem Maß für die Werke unserer Ausstellung, zeigen diese doch Motive, die uns allen geläufig sind.

Christopher Lehmpfuhl war Meisterschüler von Klaus Fußmann an der damaligen Hochschule der Künste in Berlin (heute Universität der Künste). Er wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Stipendium der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, dem GASAG Kunstpreis Berlin, dem Auftrag, nach der Wiedervereinigung alle 16 Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland zu malen oder, im Jahr 2016, einer Kunstedition der Neuen Zürcher Zeitung. Seine Werke waren kürzlich auf der Art Basel zu sehen und werden seit Jahren in Museen und Galerien ausgestellt, zuletzt im Museum Villa Rosenhang in Weilburg, im Rudolf Stolz Museum in Sexten (Südtirol) sowie kürzlich im Foyer des Humboldtforums Berlin. 2012 wurde seine Werkschau „Berlin Plein-Air 1995–2012“ in der Alten Münze Berlin durch Bernd Neumann, den damaligen Kulturstaatsminister der Bundesrepublik Deutschland, eröffnet, für 2018/19 ist die Werkschau „Schlossplatz im Wandel“ in Berlin geplant.

Am Mittwoch, den 27. September spricht Lisa Zeitz, Chefredakteurin der WELTKUNST um 18:30 Uhr mit Christopher Lehmpfuhl über seine Malerei. Der Eintritt ist frei, Anmeldungen zum Artist Talk bitte unter moritz@galeriekornfeld.com oder telefonisch unter der 030 889 225 890.

Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie weitere Informationen benötigen oder ein Interview mit dem Künstler führen möchten.

Druckfähiges Bildmaterial senden wir auf Anfrage gerne zu.

Wir freuen uns auf Ihre Berichterstattung und senden freundliche Grüße,

Tilman Treusch

Kontakt

Dr. Tilman Treusch
treusch@galeriekornfeld.com

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PRESS RELEASE

“My teacher once said that I was incapable of painting calmness. With me, everything is in flux…This is partly because the images are produced in the open air, directly on site, because I am exposed to the natural elements, such as heat, cold, wind or rain, and I feel a resistance that I attempt to fight” (Christopher Lehmpfuhl)

Dear Sir/ Madam,

During Berlin Art Week, Galerie Kornfeld will for the first time present works by Berlin artist Christopher Lehmpfuhl, featuring new paintings, created especially for our exhibition. Common to all works is their examination of the city of Berlin in its diverse facets.

Christopher Lehmpfuhl’s expressive paintings chronicle the ecstasy of an immediate experience of reality, the act of seeing, as well as the transformation of the seen within painting. The artist always paints in front of his subject matter: some people might have already seen him go back and forth – highly focussed, with paint-spattered clothes – between canvass, paint bucket and palette, zooming in on his subject, before stepping back to barehandedly apply the paint to the canvas with precise movements. He thus creates three-dimensional colour reliefs with a strong haptic quality.

Christopher Lehmpfuhl’s performative act of painting has its origins in 19th century outdoor painting and Impressionism. It conveys the individual sensibility and the creative powers of an artist, who absorbs the atmosphere with all his senses, and braves the weather in order to transform an overall impression of colours, moments and moods of light, sounds, smells, and feelings into painting. The process of painting is the controlled realization of these sense impressions: “Just as the Golem was created from damp clay and became alive, you bring to life your landscapes and cityscapes, until they reach an intensity that almost surpasses their real-life models”, writes Roland Strehlke, “they capture the atmospheric essence of the surrounding reality so vividly that the spectator almost has the impression of feeling the wind, smelling the earth, tasting the water and of hearing the sound of the big city. You reveal the dimensions beyond the surface of things.”

Christopher Lehmpfuhl begins his paintings directly on the canvass, without preparatory sketches; the subjects are formed from the colour itself. What at a distance appears as a house, an urban scene or a tree, on closer inspection becomes an abstract colour relief. The small-scale works, in particular, border on abstraction. Here, even more so than in the large-scale paintings, the artist seeks a specific tonal harmony and dissolves the motif into colour and movement. Christopher Lehmpfuhl’s works show their subjects at different times of day and year, in the blazing sun, in unremitting rain, in tempestuous winds or in snow. At the same time, his paintings document the development and transformation of architectural structures and cityscapes, most notably, perhaps, in the series devoted to the reconstruction of the Berlin City Palace and the Hamburg Elbphilharmonie, which have recently been exhibited, with great success, in Berlin and Hamburg.

Christopher Lehmpfuhl’s work directly targets the perception of the viewers, who not only see the subject of a specific painting through the artist’s eyes, but who also, after viewing his images, perceive their surroundings with a heightened awareness. This is especially true for the works in our exhibition, given that they show motifs familiar to us all.

Christopher Lehmpfuhl was a master student of Klaus Fußmann at the Hochschule der Künste in Berlin (now Universität der Künste/ University of the Arts Berlin). He has received numerous awards, including a scholarship from the Bavarian Academy of Fine Arts, the GASAG Art Award Berlin, as well as commissions to paint the 16 States of the Federal Republic of Germany for the 20th anniversary of Germany’s reunification, and, in 2016, an art edition for the Neue Züricher Zeitung. His works have been shown in museums and galleries for years, and were exhibited most recently at Art Basel, the Museum Villa Rosenberg in Weilburg, the Rudolf Stolz Museum in Sexten (South Tyrol), as well as in the Foyer of the Humboldt Forum Berlin. In 2012, his retrospective “Berlin Plein-Air 1995-2012” was inaugurated at the Alte Münze Berlin by the then State Minister for Culture Bernd Neumann. Another retrospective, “Schlossplatz im Wandel”, is planned for 2018/19 in Berlin.

On Wednesday 27 September at 6:30 pm, Lisa Zeitz, chief editor of WELTKUNST, will be in conversation with Christopher Lehmpfuhl about his work. Free entrance. For registration please contact us at moritz@galeriekornfeld.com or +49 30 889 225 890.

Should you require further information, or wish to interview the artist, do not hesitate to get in touch.

We are happy to provide printable images on request.

We look forward to your feedback.

Best regards, Tilman Treusch

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treusch@galeriekornfeld.com

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