FASANENSTRASSE 26
10719 BERLIN
68 Projects
FASANENSTRASSE 26, 10719 BERLIN
Hubert Scheibl: Paintings and David Meskhi: Photographs
Sep 6 – Nov 16, 2019
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GALERIEKORNFELD
präsentiert
Hubert Scheibl und David Meskhi


Vernissage
Freitag, 6. September, 18–21 Uhr

Laufzeit
6. September – 16. November 2019
Di–Sa, 11–18 Uhr

Ort
Galerie Kornfeld
Fasanenstraße 26
10719 Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

Zur Berlin Art Week 2019 präsentieren wir eine Duo-Ausstellung: abstrakte Ölgemälde des Österreichers Hubert Scheibl kombiniert mit Fotografien des in Berlin lebenden Georgiers David Meskhi.

In den Werken beider Künstler steht die Bewegung im Vordergrund. Während Meshki die Protagonisten seiner Fotografien in einem scheinbaren Schwebezustand einfängt, schafft Scheibl mit Hilfe seiner Pinselstriche gestisch-abstrakte Objekte auf der Leinwand, die nur aus der Bewegung heraus geschaffen werden können. Dabei sind die zentralen Werkmotive beider Künstler in einem undefinierbaren Raum verortet, welcher die Grenzen der zeitlichen Begriffe von Anfang und Ende verwischt und somit unsere gängigen Vorstellungen von Raum und Zeit hinterfragt.

Hubert Scheibl widmet sich in seiner Malerei dem reinen Wesen der Abstraktion, ohne sich dabei auf theoretische Vorgänger zu berufen. Von intellektuellem Ballast bereinigt, konzentrieren sich seine Kompositionen auf die Frage, was die reine, wahre Natur der von ihm abgebildeten Objekte ist. Vor entmaterialisierten Hintergründen schwebend, versetzen die Objekte den Betrachter in kosmische Räume, die die Möglichkeit einer anderen, nicht fassbaren Realität vermuten lassen. Durch Schnitte und Risse, die der Künstler in die noch frische Farbe zieht, legt er verborgene Farbschichten partiell frei und deutet hinter der Oberfläche liegende, von saftigem Licht durchdrungene Räume an. Diese Überschichtungen von Räumen, die scheinbar unterschiedlichen Universen entspringen, öffnet unseren Blick gegenüber einer andersartigen Realität.

Ähnlich wie die Gemälde Hubert Scheibls zeigen auch die Fotografien David Meskhis eine Welt, die auf den ersten Blick nur wenig mit dem gemein hat, was wir als Realität definieren. Den Gesetzen der Schwerkraft spottend schweben junge Sportler vor abstrakten Farbflächen, die sich nicht den Gesetzen der Physik unterordnen lassen. Die Hintergründe formieren sich nur durch unseren schematisierenden Blick als farbige oder vom Künstler farbig präparierte Turnhallen-Böden. Diese werden sowohl durch die Körper der Turner als auch durch gleißendes Sonnenlicht definiert, das von Schatten durchdrungene Muster auf den Hallenboden zeichnet. Die Themenwahl Meskhis lässt sich auf prägende Erfahrungen seiner Jugend zurückführen: Aus einer Dynastie erfolgreicher Jugendsporttrainer stammend, wuchs er umgeben von einer Atmosphäre aus Leistungsdruck, Ehrgeiz und Sportgeist auf. In seinen Fotografien nimmt Meshki die Rolle eines Außenstehenden ein, der trotzdem elementarer Teil der Szenen ist.

Beide Künstler befassen sich mit Bewegung im undefinierten Raum. David Meshki öffnet über figurative Elemente einen Zugang zur Abstraktion, die sich in den Gemälden Hubert Scheibls fortsetzt und durch sein Verständnis von Raum und Zeit an einen erweiterten Realitätsbegriff heranführt. Indem beide somit die Schichten der uns umgebenden Realität mit Hilfe der Abstraktion abtragen, gelangen sie zu einer puren Essenz der Gegenwart.

Hubert Scheibl (* 1952, Gmunden, Österreich) studierte bei Max Weiler und Arnulf Rainer an der Akademie der bildenden Künste in Wien. 1988 stellte er auf der Biennale in Venedig aus. Seine Werke werden weltweit in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, zuletzt in der Kunsthalle Wien und der Albertina Wien. Im Herbst 2019 werden seine Arbeiten im Parkview Museum in Peking ausgestellt. Weitere bemerkenswerte Einzel- und Gruppenausstellungen sind das Museum der Bildenden Künste, Leipzig, das Museum der Moderne, Salzburg und das Kunsthistorische Museum in Wien. Seine Werke befinden sich in zahlreichen bedeutenden Sammlungen wie dem Centre Pompidou, Paris, der Cisneros Fontanals Art Foundation, Miami, der Albertina, Wien und der Sammlung der Europäischen Zentralbank in Frankfurt. Hubert Scheibl lebt und arbeitet in Wien.

David Meskhi (*1979 in Tiflis, Georgien) schloss 2005 sein Studium der Fotografie am Shota Rustaveli Theater und der Filmuniversität in Tiflis ab. Zu Beginn seiner Karriere arbeitete er als Fotograf für die wichtigsten georgischen Kulturmagazine und seine Kunstwerke wurden in der Sammlung des georgischen Haus für Fotografie ausgestellt. Nach seiner ersten Einzelausstellung mit analogen Aufnahmen von Skatern und Athleten in seiner georgischen Heimat war er Co-Regisseur des preisgekrönten Dokumentarfilms When the Earth Seems to be Light, der auf diesen Fotografien von Skatern und Athleten basiert. Seine Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, darunter im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt, in der Braunsfelder Family Collection in Köln, in der Calvert 22 Foundation in London, im Georgian National Museum in Tiflis und im Robert Capa Contemporary Photography Center in Budapest sowie dem Kunstverein Freiburg. David Meskhi lebt und arbeitet in Berlin.

Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie weitere Informationen oder druckfähiges Bildmaterial wünschen. Gerne vermitteln wir Ihnen einen Interviewtermin mit Hubert Scheibl und David Meskhi.

Mit freundlichen Grüßen
Shahane Hakobyan und Tilman Treusch

Kontakt
Dr. Tilman Treusch
treusch@galeriekornfeld.com

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GALERIEKORNFELD
presents
Hubert Scheibl and David Meskhi


Opening
Friday, 6 September, 6–9pm

Exhibition
6 September – 16 November 2019
Tue–Sat, 11am–6pm

Location
Galerie Kornfeld
Fasanenstraße 26
D-10719 Berlin

Galerie Kornfeld is pleased to present a duo exhibition featuring abstract oil paintings by Austrian artist Hubert Scheibl alongside photographs by Berlin-based Georgian artist David Meskhi for Berlin Art Week.

Within the works of both artists the viewer is entering into a representation of reality in which boundaries of time are blurred and the subjects of the works are roaming free within indefinable spaces. Temporal concepts of beginnings and ends are broken down as the layers of Scheibl's work give room to actions of the past and present within the fabric of the paint itself and the hand of the artist at play. Similarly images of gymnasts floating impossibly in Soviet gymnasiums within Meskhi's photographs could have been taken generations before, however the ephemerality of his subject matter disturbs the context of time all together. For both Scheibl and Meskhi, the subject matter is often frozen between action and reaction, ignorant for that moment of its movement through the passage of time, providing an evocative melding of past and present and a sense of the fragility of memory. Movement plays a central role as Meskhi's subjects are swimming in space and Scheibl's brushstrokes create deliberate gestural-abstractions of motion.

Scheibl devotes himself to the pure essence of abstraction, without invoking any theoretical predecessors. Free from intellectual baggage, his compositions concentrate on the question of what is the pure, true nature of the objects he depicts. Floating in dematerialized backgrounds, the objects transport the viewer into cosmic spaces that suggest the possibility of another, intangible actuality. By means of cuts and fissures, which the artist draws into the still fresh paint, he partially exposes hidden layers of paint, hinting at spaces beyond the surface, penetrated by luscious light. This layering of spaces, which seem to emanate from separate universes, opens our view to a different reality.

As one regards Meskhi's works, they are presented with both an autobiographical visual diary as much as a social documentary, never certain if the artist is a mere third-party voyeur or apart of the scenes he is capturing. His childhood memories were shaped by sports—the gyms, athletic competitions, and training camps his father repeatedly took him to as a child and teenager. Hailing from a dynasty of successful youth sport coaches, he grew up in an atmosphere of ambition, sportsmanship and the pressure to perform. Refusing to obey the principles of gravity, his young athletes float in front of abstract coloured surfaces unconstrained by the laws of physics. It is only through our schematizing gaze that the backgrounds change into colourful gym floors otherwise defined by the bodies of the gymnasts and the glistening sunlight drawing shady patterns on the hall floor.

Using figurative elements, David Meshki opens up an access to abstraction, which continues in Hubert Scheibl’s paintings and, through his understanding of space and time, leads to an expanded conception of reality. By utilizing abstraction as a means to remove the layers of reality surrounding us, both artists arrive at the purest essence of the present.

Hubert Scheibl (*1952, Gmunden) studied with Max Weiler and Arnulf Rainer at the Academy of Fine Arts in Vienna. In 1988 he exhibited at the Venice Biennale. His works are shown worldwide in solo and group exhibitions, most recently at the Kunsthalle Wien and the Albertina Wien. In autumn 2019, his works will be exhibited at the Parkview Museum in Beijing. Other notable solo and group shows include the Museum der Bildenden Künste, Leipzig, the Museum der Moderne, Salzburg, the Kunsthalle, Vienna, and the Kunsthistorisches Museum, also in Vienna. His works can be found in many important collections, such as the Centre Pompidou, Paris, the Cisneros Fontanals Art Foundation, Miami, the Albertina, Vienna, and the Collection of the European Central Bank in Frankfurt. Hubert Scheibl currently lives and works in Vienna.

David Meskhi (1979, Tbilisi) completed his photography degree at Shota Rustaveli Theatre and Film University in Tbilisi in 2005. Early in his career he worked as a photographer for the main Georgian cultural magazines and his artworks were presented in the collection of the Georgian House of photography. After his first Solo show which consisted of analog photographs of skaters and Athletes, taken in his native country he co-directed an award winning documentary-When the Earth Seems to be Light, which is based on his photographs. His works have been shown in numerous solo and group exhibitions, including the Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt, the Braunsfelder Family Collection in Cologne, the Calvert 22 Foundation in London, the Georgian National Museum in Tbilisi, the Robert Capa Contemporary Photography Centre in Budapest and the Kunstverein Freiburg in Germany. David Meskhi currently lives and works in Berlin.

Should you require further information and/or printable images, please don’t hesitate to get in touch. We are happy to arrange interviews with Hubert Scheibl and David Meskhi.


Contact:
Shahane Hakobyan
hakobyan@galeriekornfeld.com

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Germany



phone.: +49 30 889 225 890

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